Auf den Spuren der Lichtverschmutzung

Bei einer abendlichen Radtour durch Ginsheim fanden die Grünen etliche problematische Stellen

Kommunalpolitischen Handlungsbedarf sehen die Grünen in Ginsheim-Gustavsburg beim Thema Lichtverschmutzung: „Zu viel und zu grelle nächtliche Beleuchtung schadet erwiesenermaßen Menschen, Tieren und Pflanzen und verschwendet außerdem Energie“, sagt Stadtverordnete Heike Pockrandt. „Eine kluge Lichtplanung kann das minimieren, ohne dass die Sicherheit darunter leidet. In unserer Stadt gibt es da manches, was gut gemacht wird, aber auch einiges, was sich verbessern lässt.“

Beispiele fanden die Grünen bei einer abendlichen Radtour durch Ginsheim an mehreren Stellen wie dem Friedrich-Ebert-Platz und dem Altrheinufer, wo zahlreiche Lampen und Lichterketten ins angrenzende FFH-Schutzgebiet hineinstrahlen. Nicht ersichtlich ist zudem, warum Pumpwerk, Kläranlage und IGS in der Dunkelheit großräumig ausgeleuchtet werden müssen. Positiv fiel dagegen der hohe Anteil gelber und orangener Warmtonlampen – deren Licht wesentlich schonender ist – an Straßen und Wegen auf.

Lichtverschmutzung gilt als ein Naturschutzproblem, das noch zu wenig beachtet wird, aber gravierende Folgen hat. Die zunehmende Erhellung der Nacht durch künstliches Licht im öffentlichen Raum stört den Tag-Nacht-Rhythmus, der viele biologische Vorgänge steuert. Es lässt Menschen nachts nicht zur Ruhe kommen, Tiere zu früh aus dem Winterschlaf erwachen und Pflanzen die Umstellung auf die kalte Jahreszeit verpassen.

„Lichtverschmutzung einzudämmen, dient dem Schutz der Artenvielfalt“, erläutert Heike Pockrandt.